Manuel Vázquez Montalbán: Carvalho und die tätowierte Leiche

Pepe Carvalho betreibt eine Detektei in Barcelona, besucht regelmäßig seine Geliebte, eine Edel-Prostituierte, und seine Gedanken kreisen vor allem ums Essen. Gut, manchmal denkt er auch über seine Fälle nach.

Bei seinem aktuellen Fall kommt er ziemlich herum. Er wird beauftragt, die Identität eines tätowierten Toten herauszufinden. Das ist gar nicht so einfach, da die Polizei zurzeit ständig Razzien im Rotlichmillieu durchführt, was seine Ermittlungen massiv behindert und seiner Geliebten Charo Untermieter beschert. Die Spur führt ihn in die Niederlande, wo er die Beziehungen aus seiner früheren Tätigkeit als Agent spielen lässt, um an benötigte Informationen zu gelangen. Er bemerkt nicht, dass er sich in eine gefährliche Situation bringt und muss sein Leben verteidigen, was er verblüffend gelassen wegsteckt. Zurück in Barcelona lernt er eine faszinierende Frau kennen, die ihn nicht nur bei seinen Ermittlungen weiterbringt. Aber wozu braucht sein Auftraggeber eigentlich die Information?

Carvalho zieht durch Barcelona, lässt hier und dort seine Kontakte spielen, hat ein Faible für gut aussehende Frauen und braucht zum Denken gutes Essen und ein Feuer im Kamin. Ich hatte schon oft von den Carvalho-Krimis gehört und war gespannt, wie sie mir gefallen würden. Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Das viele Gerede übers Essen fand ich langweilig, wenn ich ein Kochbuch über die Küche Barcelonas lesen möchte, dann werde ich mir eins besorgen. Aber auch die Ermittlungen fand ich teilweise zäh und nicht gerade spannend. Ich denke, für mich wird es bei diesem einen Carvalho bleiben.

Manuel Vázquez Montalbán: Carvalho und die tätowierte Leiche. Aus dem Spanischen von Bernhard Straub. Wagenbach 2012. 208 Seiten, Euro 10,90, ISBN 978-3-8031-2694-8 bei amazon

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