Weihnachtlicher Nachschub

Ich kann ja nicht behaupten, dass ich nicht genug ungelesene Bücher daheim habe, um problemlos über das nächste Jahr zu kommen. Aber es gibt immer so viele interessante Neuerscheinungen, die ich gerne lesen möchte. Oder Hypes, die ganz an mir vorbeigegangen sind, aber doch neugierig gemacht haben. Außerdem brauche ich wenig anderes, sodass mir immer fast nur Bücher einfallen, wenn ich nach Wünschen gefragt werde. Und deswegen bin ich nach Weihnachten um 13 Bücher reicher!

An Heiligabend waren wir zu Hause. Dort bekam ich

  • Alice Munro, Der Traum meiner Mutter,
  • Steven Galloway, Der Cellist von Sarajewo,
  • und ein sehr dickes Buch, die Volxbibel.

In der Volxbibel habe ich an Heiligabend schon gelesen, natürlich im Lukasevangelium. Teilweise finde ich die Sprache übertrieben auf jugendlich gemacht, teilweise gelungen. Warum allerdings Jesus in einer Autogarage geboren und in eine Ölwanne gelegt wird, hat sich mir nicht erschlossen. Die jungen Leute wissen schon, was ein Stall ist. Auch die Hirten kommen weiterhin vor, was dann meiner Meinung nach keinen Sinn mehr ergibt. Um im Bild zu bleiben, hätten vielleicht lieber ein paar Parkplatzwächter kommen müssen … Aber die Lektüre gibt einen anderen Zugang, ich habe vor, mich Stück für Stück durchzuarbeiten.

Alice Munro habe ich mir gewünscht, weil ich von ihr noch nichts gelesen habe und gerne die neue Literaturnobelpreisträgerin kennenlernen möchte. Vom Cellisten hatte ich eine Rezension gelesen, leider weiß ich nicht mehr, bei wem. Kürzlich hatte ich ja Das schönste Wort der Welt rezensiert, das ebenfalls während der Belagerung in Sarajewo spielt, das Thema interessiert mich gerade.

Am 1. Feiertag fuhren wir zu meiner Schwiegermutter. Dort erhöhte sich mein Stapel um folgende Bücher:

  • Malala Yousafzai: Ich bin Malala,
  • Rachel Joyce: Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte,
  • Jonas Jonasson, Die Analphabetin, die rechnen konnte
  • und Khaled Hosseini, Traumsammler.

Auf das Buch von Malala bin ich sehr gespannt. Wie wurde aus diesem Mädchen eine so selbstbewusste und tapfere Persönlichkeit? Ich habe schon angefangen, es lässt sich gut lesen. Das zweite Buch von Rachel Joyce wollte ich unbedingt haben, denn ich war von der Pilgerreise des Harold Fry (zur Rezension) begeistert. Bei der Analphabetin habe ich gezögert. Der Hundertjährige hatte mir anfangs gut gefallen, aber als sich der Gag immer wiederholte, war ich etwas genervt (Rezension). Die Buchhändlerin versicherte mir, dass ihrer Kollegin der Nachfolgeband viel besser gefallen habe. Da habe ich mich auf einen erneute Versuch eingelassen. Von Hosseinis Drachenreiter war ich sehr begeistert (Wieso gibt es dazu keine Rezesion im Blog? Ts.), sodass ich mich auf den Traumsammler schon sehr freue.

Weihnachtsbücher_klein

Am 2. Feiertag sind wir zu meinen Eltern gefahren. Dort erhöhte sich der Stapel noch um ein großes Stück:

  • Kerstin Gier: Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün,
  • Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr
  • und zwei Krimis von Rosa Ribas: Falsche Freundin und Tödliche Kampagne.

Die Edelsteintrilogie hat mich lange Zeit überhaupt nicht gelockt. Aber dann las ich Silber, mein erstes Buch von Kerstin Gier (Rezension), und war begeistert. Klar, dass ich dann doch neugierig auf die Edelsteine geworden bin. Am 2. Feiertag habe ich abends mit Rubinrot begonnen, gestern Abend hatte ich dann alle drei durch. 🙂 Es ist doch schön, wenn man auf Familienbesuch ist und weder arbeiten noch sich groß um die die Mahlzeiten kümmern muss. Von Ein ganzes halbes Jahr habe ich so viele begeisterte Rezensionen gelesen, dass ich nun sehr neugierig darauf bin. Die Autorin der beiden Krimis, Rosa Ribas, war während meines Romanistikstudiums in Frankfurt dort Spanisch-Lektorin. Natürlich war ich neugierig auf ihren ersten Krimi, Kalter Main (Rezension). Da er mir gefallen hat, bin ich auf die beiden Fortsetzungsbände sehr gespannt.

Auf viele dieser Bücher freue ich mich schon lange. Wie ich es schaffe, im richtigen Moment daran zu denken, wenn mich jemand danach fragt? Ich habe mir bei amazon eine nicht öffentlich sichtbare Wunschliste angelegt. Immer, wenn ich eine interessante Rezesion lese oder mir jemand ein Buch empfiehlt, speichere ich es dort. Auch Bücher, die etwas für meine Kinder oder Freude sein könnten, kommen dorthin. Wenn mich dann jemand fragt, schöpfe ich aus dem Vollen!

Ihr könnte euch also auch 2014 auf viele interessante Rezesionen freuen, zumal ich im Januar Geburtstag habe und mir – na was wohl? – Bücher wünsche. Was fehlt ist allerdings die Zeit. Zeit zum Lesen und Bloggen – ich blogge bei Weitem nicht über alle Bücher, die ich gelesen habe. Mal sehen, wie das im kommenden Jahr klappt. Aber ich bin, wie immer, optimistisch.

Euch allen ein schönes, gesundes und buchreiches neues Jahr! ❤

2 Gedanken zu “Weihnachtlicher Nachschub

  1. wow, der Schuber von Kerstin Gier sieht ja toll aus. Ich habe auch alle drei Bücher, aber bis heute nicht den dritten Teil gelesen. Jetzt liegen die ersten zwei Teile soweit zurück, dass ich noch mal von vorne anfangen muss. 😉
    Fang bloß nicht mit „ein ganzes halbes Jahr“ an – danach kommt erst mal nix mehr – und alle anderen Bücher haben dann keine Chance mehr. Ich bin auf deine Meinung gespannt!

    • Es hat mich schon in den Fingern gejuckt, aber ich habe erst mal mit „Ich bin Malala“ angefangen. Und dann nicht mehr weitergelesen, weil wir Silvester und Neujahr unterwegs waren. Ich bin auch gespannt – und ich lasse es euch wissen, klar!

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