Sieben spannende Wochen

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Für die diesjährigen Fastenzeit habe ich mir viel vorgenommen. Warum? Ich habe große Lust dazu, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen. Das muss ab und zu sein! Es geht mir nicht darum, mich zu kasteien, sondern ich möchte bewusster leben, Gewohnheiten hinterfragen und aufbrechen und mir einfach mehr Gedanken über mich und meinen Alltag machen.

Sicher kennt es jeder, dass man schlechte Gewohnheiten mehr uns mehr einreißen lässt, bis aus dem gelegentlichen Ausrutscher eine schlechte Gewohnheit geworden ist. Die Fastenzeit dient mir also auch als ein Anstoß dafür, Dinge umzusetzen, die ich mir schon länger vorgenommen habe.

Punkt 1: Ernährung: Verzicht auf Süßigkeiten (wie immer) und Fleisch

Wie jedes Jahr möchte ich auf Süßigkeiten verzichten. Dabei geht es mir vor allem um die abendliche Schokolade und die Lachgummis, weniger darum, vielleicht mal ein Stück Kuchen zu essen, wenn ich auf einer Feier bin. Gleich am Samstag bin ich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen und werde dort auch Kuchen essen. Allerdings möchte ich versuchen, nicht drei oder gar vier Stücke zu essen, sondern es bei einem bewenden zu lassen. Ich habe auch überlegt, ob ich einmal versuchen sollte, ganz und gar auf Zucker zu verzichten. Aber ich habe keine Lust, ohne mein morgendliches Müsli in den Tag zu starten. Für mich wäre die Alternative dazu nämlich ein Käsebrot, und noch mehr Käse zu essen, kann auch nicht die Lösung sein.

Auch auf meinen heißgeliebten Cappuccino möchte ich verzichten, der ja ordentliche Mengen an Zucker enthält. Die Dose ist fast leer, das macht es leichter.

Ich bin gespannt, wie lange ich es in diesem Jahr schaffe. Wenn ich mich richtig erinnere, waren vier Wochen bisher mein Maximum. Das betrachte ich aber durchaus als Erfolg, weil ich auch danach noch recht lange viel geringere Mengen an Süßigkeiten gegessen habe.

Außerdem möchte ich versuchen, vegetarisch leben. Beim Mittagsessen wird mir das recht leichtfallen. Wenn ich nur für mich alleine koche, koche ich oft vegetarisch: Reis, Nudeln, Kartoffeln, Kichererbsen, Linsen, Gemüse, Suppen – lecker. Kritisch wird es eher am Abend, wo ich sehr gerne mal ein Stück Mett- oder Fleischwurst esse. Andererseits esse ich auch sehr, sehr gerne Käse. Schwieriger wird es am Wochenende, wenn ich für die ganze Familie koche. Aber dennoch, ich glaube, das ist durchaus machbar für mich.

Punkt 2: Sieben Wochen anders denken/Sieben Wochen ohne wie immer

Sieben Wochen anders denken/Sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten ist das diesjährige Motto der Fastenaktion. In diesem Jahr habe ich mir den Kalender zur Aktion bestellt, es gibt auch einen Newsletter. Die Texte geben immer viele Anstöße zum Nachdenken. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung sie meine Gedanken führen werden. Die Bibelverse möchte ich in diesem Jahr in der Volxbibel nachlesen, die ich mir zu Weihnachten habe schenken lassen. Sie klingen darin oft sehr anders, die modernen Übersetzungen lenken den Blick auf andere Aspekte, das wird sicher hilfreich bei dem Versuch sein, anders zu denken.

In Britta Freiths Blog Stimme fand ich eine Rezension des Buches Sieben Wochen ohne wie immer. Der Titel und die Rezension sprachen mich spontan an, sodass ich mir das Buch auch gleich besorgte. Die Idee dahinter lockt mich: jeden Tag mit Gewohntem brechen. Dazu gibt es Aufgaben, vermutlich manche leichter, manche schwerer zu erfüllen. Ich blättere das Buch ganz bewusst noch nicht durch, ich möchte mich gerne überraschen lassen. Gleich zu Anfang gibt es eine kleine Anleitung für das Experiment. So soll man gleich morgens lesen, damit auch Zeit und Gelegenheit für die Umsetzung bleibt, seine Gedanken notieren und die sonntägliche Fastenpause nutzen, um das Erlebte Revue passieren zu lassen. Ich bin sehr, sehr gespannt, wie es mir damit geht! Auch dort gibt es Anregungen zum Weiterlesen in der Bibel, ich weiß nicht, ob sie sich auf dieselben Stellen beziehen wie der Kalender.

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Punkt 3: Zusatzaufgabe Bücher

Nein, nein, ich werde nicht sieben Wochen nicht lesen, das ist schlicht unvorstellbar. Am Montagabend meinte eine Bekannte, ich solle vielleicht nicht Schokolade, sondern Bücher fasten, weil ich erwähnte, dass ich den Kalender und das Buch gekauft habe. Ich besitze so viele ungelesene Bücher, dass ich wahrscheinlich locker ein Jahr auskäme, ohne neue zu kaufen. Außerdem könnte ich auch das eine oder andere noch einmal lesen. Also: bis Ostern kaufe ich keine Bücher für mich. Geschenke für andere sind erlaubt, schließlich hat mein Sohn in der Zeit Geburtstag und wird sich garantiert Bücher wünschen.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es mir damit geht. Ich werde versuchen, mindestens einmal wöchentlich einen Rückblick auf die vergangenen Tage zu geben.

Den größten Teil dieses Textes hatte ich schon geschrieben, als ich las, dass es auf Bachmichels eine Blogparade zu diesem Thema gibt. Da reihe ich mich natürlich gerne ein.

4 Gedanken zu “Sieben spannende Wochen

  1. Pingback: Sieben spannende Wochen: eine erste Bilanz « Wortakzente

  2. Oh ja, Bücherfasten wäre auch ein egroße Aufgabe für mich. Gerade sind wieder zwei auf dem Wunschzettel gelandet. Aber auch bei mir ist der Stapel ungelesener Bücher mitlerweile in ungeahnte Höhen gewachsen.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg un dDurchhaltevermögen, bei den vielen Fastenaufgaben, die du dir gestellt hast.

  3. Liebe Daniela,

    danke für’s mitmachen und den tollen Blogpost. Du hast dir ja sehr viel vorgenommen und ich bin schon sehr gespannt was du über deine Erfahrungen berichtest.

    An der Aktion 7 Wochen ohnen nehme ich in diesem Jahr einmal nicht teil, sonst wird es zuviel, zumal ich auch immer an den „Exerzitien im Alltag“ unseres Bistums teilnehme, aber das Buch.“Sieben Wochen ohne wie immer“ habe ich mir auch bestellt.

    Liebe Grüße

    Andrea

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