Kater, Schwalbe, Maus: Ein ganz normaler Morgen im Hause D.

6.30 Uhr. Der große Sohn deckt den Tisch, während die anderen Familienmitglieder noch im Bad oder beim Umziehen sind. Da nur noch wenig Milch in der Packung ist, will er im Keller Nachschub holen und entdeckt, dass der Kater Gras gefressen und seinen Mageninhalt an vier Stellen verteilt hat. Lecker!

Wenig später sitzt Familie D. gemeinsam am Frühstückstisch, als plötzlich der Kater hereinspaziert. Die Mutter entdeckt als erstes, dass er eine Schwalbe im Maul trägt, und springt entsetzt auf. Leider erschreckt das den Kater, der die Schwalbe loslässt. Diese flüchtet, knallt gegen die Fensterscheibe, der Kater springt auf die Fensterbank, wirft den ganzen Krimskram herunter, der dort liegt, aber erwischt sie wieder. Während die Familie immer noch verblüfft am Tisch sitzt, fliegen überall zarte Flaumfedern durch die Luft …

Der Kater ist mit der Schwalbe in Richtung Wohnzimmer entfleucht, wo er den Vogel erneut loslässt. Wieder fliegt dieser gegen die Scheibe, fällt benommen auf den Boden und wird vom Kater wieder eingesammelt. Nun reagiert Mutter D. endlich schnell genug und nimmt dem Kater den Vogel einfach aus dem Maul. Auf dem Weg nach draußen tritt sie vor der Haustür beinahe in die Überreste einer toten Maus. Sie lässt die Schwalbe frei, die zu ihrer großen Überraschung davonfliegt, der Kater schießt hinterher wie ein Pfeil.

Bevor sie erschöpft wieder auf den Küchenstuhl plumpsen kann, ist Mutter D. eine halbe Stunde damit beschäftigt, Federn und alle übrigen Hinterlassenschaften zu entsorgen.

Warum, bitte, hatte ich unbedingt eine Katze gewollt?

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