Mondlandungskuchen

Die Idee: Ein großer Schritt für einen Menschen …

Am letzten Wochenende jährte sich die erste Mondlandung zum fünfzigsten Mal. Als ich aus diesem Anlass zu einer Mondlandungsparty eingeladen wurde, hatte ich sofort die Idee, einen Mondlandungskuchen mit dem berühmten Fußabdruck von Neil Armstrong zu backen. Eine tolle Idee, wie ich fand, an der Umsetzung dachte ich aber wochenlang herum.

Welcher Kuchen war geeignet? Vielleicht ein Streuselkuchen, um das Mondgestein darstellen zu können. Aber wie sollte ich da einen Fußabdruck hinbekommen? Hm, die Idee überzeugte mich nicht. Nach langen Überlegungen fiel meine Wahl auf einen Käsekuchen. Den Fußabdruck müsste ich dann eigentlich mit einem Stempel erzeugen können, den ich mir basteln müsste. Irgendwie, darüber konnte ich später nachdenken. Ja, das klang machbar.

Länger dachte ich über den grauen Mondstaub nach. Ich bat meine Netzwerkkolleginnen um Ideen. Mohn? Zu dunkel, fand ich. Puderzucker, vermischt mit Aktivkohle? Ich googelte und las, dass das immer schwarz wird. Puderzucker mit etwas schwarzer Lebensmittelfarbe? Könnte gehen. Mein Sohn war es dann, der die Idee hatte, nach fertiger grauer Lebensmittelfarbe zu suchen. Eigentlich naheliegend … In unserem Supermarkt gibt es nur wenige Farben, aber im Internet wurde ich fündig: graues Puder in kleinen Döschen. Das klang perfekt! Da ich keine Ahnung hatte, wie viel ich davon brauchen würde, bestellte ich kurzerhand fünf Döschen.

Die Umsetzung: Mond aus Käse(kuchen)

Schritt 1: eine Fußabdruck-Schablone basteln

Dafür habe ich mir zuerst ein Bild des Fußabdrucks ausgedruckt, es ausgeschnitten (links) und dann eine entsprechende Form aus Pappe zugeschnitten. Darauf habe ich Pappstreifen in der Größe des Profils geklebt – zwei Lagen übereinander, damit der Abdruck auch tief genug wird (rechts).

Dann habe ich das Ganze in Alufolie eingepackt, was gar nicht so einfach war, denn die Alufolie reißt schnell, wenn man sie in die Rillen drückt. Auf der Oberseite habe ich einen Griff zurechtgefaltet.

Schritt 2: einen Käsekuchen backen

Käsekuchen auf dem Blech nach Lieblingsrezept backen – das war der leichteste Teil der Übung.

Schritt 3: den Abdruck machen

Ich habe ganz vorsichtig den Fußabdruck in die noch warme Quarkmasse gedrückt und beschwert. Außerdem habe ich Döschen verschiedener Größe und Holzstiele mit Alufolie umwickelt und noch einige Krater produziert. Das sah dann so aus:

Der Abdruck hätte für meinen Geschmack noch etwas tiefer sein können, aber ich fand es recht gelungen. Ich habe mich nicht getraut, den Puder schon auf den Kuchen zu streuchen, weil ich befürchtete, er könnte durch die Feuchtigkeit matschig werden.

Schritt 4: Mondstaub und Flagge ergänzen

Am nächsten Tag, kurz vor der Feier, habe ich das Lebensmittelpuder aufgestreut. Leider waren die Ränder des Fußabdrucks und der Krater inzwischen etwas eingerissen. Das war aber nicht schlimm, wie sich nach dem Bestreuen herausstellte.

Ich habe absichtlich den Rand etwas freigelassen, damit man den Kuchen erkennen kann – so richtig appetitlich sah es ja nicht aus. Leider habe ich nach dem Aufstreuen noch einmal die Fußabdruck-Schablone hineingedrückt, was etwas schmierte. Vorher war es besser gewesen. Na ja. Nun noch schnell die Flagge hineinstecken: fertig!

Das das Puder geschmacklos ist, schmeckte der Kuchen super. Allerdings bekamen einige Gäste kurzzeitig hellgrau gefärbte Lippen. Jedenfalls waren alle von der Idee begeistert und der Kuchen wurde zum vielfach fotografierten Objekt.

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WERBUNG (*)

Das verwendete Lebensmittelpuder heißt Rainbow Dust, die kleinen Döschen enthalten 3 Gramm Puder. Ich habe zweieinhalb gebraucht, könnte also noch einen Mondlandungskuchen backen. 😉 Es gab gerade eine Aktion, sodass ich zu jedem Förmchen auch noch eine hübsche, stabile Ausstechform bekam (zum Beispiel eine Bärenform, so etwas habe ich noch nicht). Wer genau hinschaut, sieht, dass ich die Döschen auch zur Kraterproduktion verwendet habe.

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